Regeln für gutes Webdesign

Regel 1 – Zielsetzung ihrer Webseite klären

Vor der eigentlichen Entwicklung der Webseite / Homepage müssen zunächst die folgenden Fragen geklärt werden.

  • Welche Themen soll meine Homepage / Webseite haben?
  • Welche Zielgruppe möchte ich mit der Website ansprechen?
  • Welche Ziele sollen mit der Internetseite erreicht werden?

Die Klärung dieser Fragen ist von entscheidender Bedeutung für den Erfolg, oder Misserfolg ihrer Internetpräsenz, da davon die gesamte Gestaltung und Entwicklung der Website abhängig ist.

Regel 2 – Grafische Umsetzung

Die grafische Gestaltung Ihrer Website ist besonders wichtig um ihre Zielgruppe wirklich zu erreichen, sie muss sowohl zu ihrem Firmenprofil als auch zur Zielgruppe passen, eine Webseite für eine Steuerberatungskanzlei muss z.B. grafisch völlig anders aufgebaut sein, als eine Website eines Autohauses um erfolgreich zu sein.

Gerade in dem schnellen Medium Internet haben Sie kaum Möglichkeiten den „ersten Eindruck“ ihrer Besucher nochmals zu revidieren. Zu schnell hat der Besucher schon zur nächsten Seite geklickt und ist für Sie als potentieller Kunde, Patient oder Klient verloren.

Das World Wide Web ist ein Medium, das sich schnell verändert, damit auch die Ansprüche und Sehgewohnheiten der Benutzer. Ihre Website sollte daher regelmäßig auf die veränderten Gewohnheiten angepasst werden, eine Überarbeitung ist in der Regel nach spätestens 2 Jahren ratsam. Mit einem sichtbar altbackenen Layout können Sie durchaus Besucher gründlich  vergraulen. Bunte überladene Webseiten, wie sie oftmals von Hobby „Webdesignern“ produziert wurden, werden kaum den gewünschten Erfolg bringen.

Ein übersichtliches aufgeräumten Layout, eine reduzierte stimmige Farbpalette und eine klare Navigation ist für die Webseite von besonderer Bedeutung.

Regel 3 – klare Navigationsstruktur der Webseite

Machen Sie es Ihren Besuchern mit einer klaren durchdacht strukturierten Navigation so einfach wie nur irgend möglich. Kein Besucher hat Lust die gewünschte Information erst lange zu suchen. Zu viele Navigationspunkte auf einer Ebene erschweren die Orientierung des Besuchers ebenso wie eine zu tiefe Verschachtelung.

Der Besucher ihrer Webseite muss stets klar erkennen können, wo er sich gerade befindet und wie er weiter gehen muss um zum Ziel zu gelangen. Dieses Ziel muss er mit ganz wenigen Klicks erreichen können.

Diese z.T. gegensätzlichen Anforderungen erfordern bei größeren Webpräsenzen zum Teil ein ausgefeiltes Navigationskonzept sind für den Erfolg aber wesentlich mit entscheidend.

Regel 4 – Benutzerfreundlichkeit der Webseite

Wenn durch eine ansprechende Gestaltung und gute Inhalte der Benutzer Interesse an Ihrer Webseite bekommen hat, könnte er durch benutzerunfreundliche Inhalte oder Funktionen wieder abgeschreckt werden. Möglichkeiten und Beispiele hierfür gibt es unzählige. Sei es durch schwer lesbare fehlerhafte oder nicht ausreichend strukturierte Texte, umständliche Formulareingaben, Funktionen die das Herunterladen zusätzlicher Module erfordern oder nur mit bestimmten Browserversionen oder Bildschirmauflösungen funktionieren, …

Um eine wirklich durchgängig benutzerfreundliche Webseite zu entwickeln muss der Webentwicklung/Webdesigner stets den Benutzer im Blick haben und in der Lage sein, sich in den durchschnittlichen eventuell wenig erfahrenen Benutzer hinein zu versetzen.

Regel 5 – Geschwindigkeit  der Website

Zwar gibt es heute nur noch wenige Benutzer die mit einem Modem und einer sehr geringen Datenrate  im Internet unterwegs sind, trotzdem sollten Sie auf eine möglichst hohe Ladegeschwindigkeit ihrer Webseite achten.

Trotz der heute vielfach üblichen Bandbreiten kann es passieren, dass sich viele Benutzer z.B. in einem Firmennetzwerk die Bandbreite teilen müssen, oder durch andere Ursachen z.B. Ausfälle des Providers zeitweise nur eine geringere Ladegeschwindigkeit möglich ist.

Darüber hinaus hat die Ladegeschwindigkeit einen nicht zu vernachlässigenden Einfluss auf die Position ihrer Seite in den Suchmaschinen.

Achten Sie daher auf eine möglichst geringe Datenmenge die beim Aufruf ihrer Website übertragen werden muss.

Regel 6 – Kompatibilität

Ihre Webseite sollte valid, also den Regeln und Standards die vom World-Wide-Web Consortium –  W3C Konsortium definiert wurden, entsprechen um von möglichst allen Besuchern uneingeschränkt genutzt werden zu können. In den Regeln des W3C sind die Industrie-Standards festgelegt nach denen sich die Hersteller von Browser wie IE, Firefox, Safari, Opera… zumindest weitestgehend richten.

Leider sieht man gerade hier vielfach fehlerhafte Webseiten, sie einen Teil der Benutzer ausschließen, nicht nur „Hobby Webdesigner“ produzieren nicht valide Seiten, auch von professionellen Webagenturen werden vielfach unnötige Fehler in Webseiten eingebaut.

Diese nicht valide Webseitengestaltung funktioniert zwar in einer Vielzahl der gängigen Brosern, aber vielleicht gerade bei dem interessantesten potentiellen Kunden eben gerade nicht – Pech? – Nein ein handwerklicher Fehler!

Was für einen „Hobby Webdesigner“ vielleicht verzeihbar ist, halte ich für einen professionellen Webentwickler für einen gravierenden handwerklichen Fehler. Vergleichbar mit einem Elektroinstallateur, der sich bei seinen Installationen nicht an die einschlägigen VDE Vorschriften hält, es mag in vielen Fällen funktionieren, professionell und handwerklich korrekt ist es nicht und eine potenzielle Fehlerquelle.

Regel 7 – Startseite ihrer Webpräsenz

Die Startseite ist ihre Visitenkarte und damit entscheidend für ersten Eindruck beim Besucher, hier entscheidet sich ob der Besucher auf ihrer Webseite bleibt und daher lohnt die Mühe die man sich bei der Gestaltung gibt, hier besonders. Schnelle Ladezeiten und eine klare Information, was den Besucher auf Ihrer Seite erwartet sind hier besonders wichtig.

Wenn Besucher lange warten müssen, z.B. bis eine tolle Flash-Animation geladen und abgespielt ist oder er im Unklaren bleibt, ob er die gewünschte Information hier findet, haben Sie ihn als potentiellen Kunden  schnell verloren.

Regel 8 – Inhalte / Content

Wichtig für jede erfolgreiche Website ist ein guter Inhalt. Der Benutzer muss hier in leicht lesbarer Form die Informationen finden, die ihn interessieren Die Inhalte müssen zum Thema der Seite passen. Wenn Sie ihre Inhalte interessant und informativ gestalten, haben Sie gute Chancen dass der User länger auf Ihrer Webseite bleibt und Ihr Angebot in Anspruch nimmt. Andernfalls ist ein Benutzer ist schnell verärgert oder frustriert, wenn er nicht schnell findet, was er sucht. Ist dies nicht der Fall, werden sie den User nie wieder sehen.

Animierte Grafiken und viele bunte Farben und mögen beim ersten Besuch lustig aussehen, aber dies ist nicht genug um jemanden zu motivieren, Ihre Website immer wieder zu besuchen. Nur guter Content / Inhalt kann das erreichen.

Achten Sie auch darauf, dass sie kein zu großes Spektrum an Themen haben. Nehmen Sie lieber einen speziellen Bereich mit dem Sie sich vom Wettbewerb abheben können und gehen Sie detaillierter darauf ein. Geben Sie auf dem Gebiet mehr Informationen, als es andere tun.

Regel 9 – Präsentation der Inhalte

Manchmal ist es wichtig, Textstellen herauszuheben. Dies können Sie auf einer Webseite  durch Fett-Gedrucktes und Kursiv-Gedrucktes erreichen. Unterstreichungen im Text sollten Sie vermeiden, denn das führt nur zur Verwirrung beim User, da damit üblicherweise Links gekennzeichnet werden. Um Ihren Text gut zu strukturieren sind auch Listen und Kapitel/Absatzüberschriften ein gutes Gestaltungsmittel im Web.

Vermeiden Sie aber wilde Variationen der Schriftgröße. Serifen-Schriftarten sollten Sie, im Gegensatz zu gedrucktem Text ebenfalls möglichst vermeiden, da sie auf dem Bildschirm nicht so leicht zu lesen sind.

Benutzen Sie so oft, wie sinnvoll möglich, neue Absätze, und lassen Sie viel Platz zwischen den Objekten. Überschriften oder Trennlinien können dabei sehr helfen.

Das Internet ist ein visuelles Medium. Ein Bildschirm voller Text ist für den Besucher ermüdend, und es ist wenig wahrscheinlich, dass er gelesen wird.

Teilen Sie lange Seiten in mehrere kleine Seiten auf und reduzieren Sie die Textmenge auf jeder Seite auf eine überschaubare Anzahl von Absätzen.

Regel 10 – Feedback für Besucher

Richten Sie immer eine Möglichkeit für den Besucher ein, einfach Kontakt zu Ihnen aufzunehmen, zum Beispiel durch ein Kontaktformular, eine Kontakt-Mailadresse oder Umfragen. Aber beachten Sie, das Internet ist ein sehr schnelles Medium. Wenn der Kunde Kontakt mit Ihnen aufnimmt erwartet er schnell eine Reaktion. Sie sollten innerhalb von längstens 24 Stunden antworten. Wenn Sie seine Anfrage erst nach 2 oder 3 Tagen beantworten, macht sich das natürlich nicht gut. Es ist zu bezweifeln, dass der Kunde noch weiter Interesse hat.

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